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Neue Kommunikation im web 2.0
Grenzgänge zwischen Social Media und Unternehmen,
Blogs und Medien, Communities und Kampagnen

Wieviel Web 2.0 passt zu meinem Unternehmen? Folge 1

by Florian Semle on Februar 2, 2009

Das ist eine Gretchenfrage2.0. Der Antwort kommt man näher, wenn man die kulturelle Nähe oder Ferne zwischen dem Unternehmen und Branchen und dem Mitmach-Web betrachtet. Jedes Unternehmen sollte sich diese Frage stellen. Die folgenden Branchen haben meines Erachtens schon viele sinnvolle Antworten gefunden:

Software / IT/Internet: Das Soziale Internet ist im Umfeld von IT- und Internet entstanden und gewissermaßen eine Verlängerung der Internet-Revolution, oder auch eine Sozialisierung derselben. Google, Dell, Intel, SAP und vor allem viele junge, kleinere Unternehmen machen längst vor, was möglich ist – und bei dieser web-affinen Zielgruppe sogar notwendig.

Verlage, Kommunikations- und Medienunternehmen: Das Web 2.0 ist eine User-generierte Öffentlichkeit. Das hat Vor- und Nachteile bei der Berichterstattung, vor allem aber hat es ernorme öffentliche Relevanz. Wer als Unternehmen oder Medium selbst veröffentlicht, sollte deshalb für die eigene Relevanz im Web 2.0 sorgen, so wie beispielsweise das Handelsblatt mit der Anbindung externer Blogs.

Lifestyle: Produkte, die nah am Leben sind, werden viel diskutiert – mit oder ohne Ihr Angebot. zeitsich einzumischen, insbesondere, wenn man junge Zielgruppen hat, die sich über das soziale Internet informieren.

Service-basierte Unternehmen: Mehr Dialog ist auch besserer Service. Web 2.0-Kunden bewerten auch die Kommunikations- und Dialog-Kompetenz von Unternehmen – schlag nach bei Amazon oder www.spreadshirt.de oder bei diversen Touristikportalen.

Unternehmen mit web-affinen Zielgruppen: Wenn zwei Drittel aller jungen Leute sich im Netz treffen, muss man sie genau dort abholen. Marke und jugendliche Zielgruppen finden im Web 2.0 besser zusammen als mit irgendwelchen Formen klassischer Werbung.

Andere Branchen: Die Chance auf das erste Mal: Es gibt wohl keine Branche, die keine zusätzlichen Dialog-Chancen im Web 2.0 findet und unzählige weitere Anknüpfungspunke. Je weniger üblich Web 2.0-Anwendungen in einer Branche sind, desto größer die Chance, eine kommunikative Marktlücke zu besetzen – oder verbinden Sie einen der bekanntesten deutschen Unternehmens-Blogs mit einer mittelständischen Saftkelterei? Das Web 2.0 schon – unter www.saftblog.de.

Kulturschock oder kulturelle Bereicherung? Natürlich ist die neue Offenheit gewöhnungsbedürftig, manchmal heftig und irritierend. Keine Angst vor der neuen Offenheit – in Blogs, Kommentaren und Community-Beiträgen wird meist nur ausgesprochen, was ohnehin gedacht wird – und das ist eine Chance und eine Frage des Konzepts und der Dosierung. Beides kann und muss man mit einem intelligenten Konzept auf das eigene Unternehmen anpassen. Den zweiten entscheidenden Faktor, die Kultur jedes einzelnen Unternehmens, werde ich demnächst in einem weiteren Post analysieren.

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