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Neue Kommunikation im web 2.0
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Medien und Web 2.0: Wo Zeitungen ihr Publikum lesen können

by Florian Semle on Februar 22, 2009

Die Wirtschaft ist in der Finanz- und die Medienlandschaft in der Sinnkrise. Hier das Konjunkturtal, dort das Jammertal. Zeitschriften wie die deutsche Ausgabe der Vanity Fair sterben, Verlage rationalisieren Redaktionen, bis nur noch Boulevard übrig bleibt, aber die Zielgruppe lässt das kalt. Leser lesen nicht mehr, was ihnen vorgesetzt wird. Als würden die Mediennutzer weltweit eine besonders perfide Form des Streiks proben: Massenmediale Verweigerung.

Wohin soll uns das führen? Der Spiegel entwirft hierzu ein Szenario, das uns Leser vom Wert der Medien überzeugen soll – eine Welt ohne Medien. Wo steht die Gesellschaft, wenn ihr ihr innerer Spiegel in Gestalt hochwertiger journalistischer Arbeit verloren geht? Wertvoller Artikel, der zeigt, wo das eigentliche Problem der Medienwelt liegt – aber nicht so, wie der Autor das beabsichtigt: Da schreibt ein Qualitätsjournalist dem Leser massenmedial, dass er in seiner Medienwahl bei Blogs und Communities irrt. Da wird nicht versucht, zu verstehen, warum der Leser sich andere Informationskanäle sucht und stattdessen Position bezogen gegen die Selbst- und Mitmach-Welt im Internet. Dabei ist gerade das Web 2.0 der mediale Raum, der Antworten auf die Problemzonen des Verlags- und Zeitungswesens gibt. Hier gestalten Leser ihren eigenen Informationskonsum und machen aus der gewohnten unbefleckten Empfängnis der Nachrichten einen aktiven Dialog. Der ist für die Presse kein Sündenfall, sondern die Chance, endlich zu ergründen, was der Leser will und wie man für ihn wieder attraktiver werden könnte. Quasi eine Umkehr der Perspektive. Medien als Empfänger als Konsumenten der Leserwünsche. Hier können Medien ihre Leser „lesen“ und Informationen gewinnen, die ihnen keine Umfrage unter namen- und sprachlosen Demografie-Dummies ermittelt. Das sind die Daten, mit denen sich die Zukunft von Zeitungen und Verlagen entwickeln lässt. Als bevorzugte, weil personalisierte und hochwertige Nachrichten- und Dialogquellen ihrer Leser, nicht als Informations-Monopolisten mit Alleinvertretungsanspruch.

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{ 1 trackback }

Webnews.de
02.23.09 at 7:43

{ 1 comment }

Florian Semle 04.13.09 at 5:19

Ich habe dieses Kommentarfeld nach ca. 500 Spam-Einträgen geschlossen. Kommentare zu dem Artikel erst mal bitte dirket an mich: florian.semle@freelations.de

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