Ist es von irgendeiner politischen Relevanz, ob Thorsten Schäfer-Gümbel twittert? Ob Angela Merkel auf Facebook ihren 17.000 Freund gewinnt? Es ist so irrelevant wie jede andere politische Werbebotschaft auch. Wir staunen zwar über die neuen digitalen Medien und Möglichkeiten, einfach weil es sie gibt, weil sie unterhaltsam sind, aber nicht, weil sich die politische Botschaft geändert hat oder gar ein neues Verhältnis von Politik und ihren Wählern herauf dämmert. Der Wahlkampf ist auch deshalb so langweilig, weil er die Wiederholung des Partei-Marketings ist, das wir schon vom letzten, vorletzten und vorvorletzten Wahlkampf kennen. Die bemühten Youtube-Videos von Parteien und Abgeordneten können daran wenig ändern, weil auch sie die selbe politische Marketing-Botschaft vermitteln. Der Wahlkampf ist der Versuch seitens der Parteien, die Kommunikation1.0 mit den Medien des Web2.0 fortzusetzen – ohne Kommentarfunktion, ohne Risiko, ohne Dialog. [Mehr…]
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