Marken sind die Symbole für unsere Wunschidentität. Wir kaufen nicht einfach ein Auto, sondern ein motorisiertes Lebensgefühl und wir sind bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Wir umgeben uns mit diesen Statussymbolen in der Hoffnung, uns selbst, unser Selbstverständnis damit aufzuhübschen Ich kaufe, also bin ich. Das Markenkonzept nutzt genau diese menschliche Neigung aus. Klassische Marken haben also eine Köderfunktion. Der Kunde als Fisch mit einem möglichst einfachem genetischen Programm, das sich mit der Auswahl des passenden Regenwurms leicht überlisten lässt. Was aber, wenn dieser Kundenfisch als Schwarm mit sozialer Intelligenz auftritt, über den Köder diskutiert, eine personalisierte Geschmacksrichtung verlangt oder die Rechtmäßigkeit des Angelns selbst in Frage stellt? Anarchie am Karpfenteich – oder die Chance, von den eigenen Kunden zu lernen, wie Marken im sozialen Internet geführt werden müssen. [Mehr…]
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